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Immer wieder wächst das Gras - auch auf Sizilien

Ich sitze in meinem Arbeitszimmer in Berlin. Gestern Nachmittag habe ich Sizilien und einen Haufen unerledigter Dinge wieder hinter mir gelassen. Im Süden ist der Frühsommer ausgebrochen und die Temperaturen klettern schnell wieder in Richtung 27 Grad. Die Sonne scheint den ganzen Tag und der Boden ist bereits furztrocken. Die Bewässerungssaison steht also an und ich habe noch einige Löcher in den Leitungen zu flicken. Die meisten Lecks bekomme ich selber geschlossen. Es ist lediglich mühsam, die vielen Kilometer Leitung abzulaufen. Die Löcher entdeckt man auch nur bei eingeschaltetem Brunnen und dann ist es immer eine sehr nasse Angelegenheit, kleinere Lecks mit Silikonband abzudichten. Bei größeren und brüchigen Rohrabschnitten klappt das eh nicht. Dort, wo die Sonne in den letzten Jahren einfach die Weichmacher aus den Rohren gebrannt hat und nur noch eine Schicht wie Krepppapier das Wasser transportiert. Die größeren Löcher kann ich also nur schließen, wenn kein Wasser fließt. Aber bevor ich den Brunnen wieder ausgeschaltet habe, weiß ich oft schon nicht mehr, wo genau denn dieses verdammte Leck gewesen sein soll. Diese Art der Selbstorganisation lerne ich gerade. Auch die Kommunikation mit Lorenzo läuft an manchen Tagen über Walkie-Talkies. Dann müssen wir nicht mehr quer über die Plantage rufen, um uns im Dickicht der Bäume dann eh nicht zu finden bzw. aneinander vorbeizulaufen.

Die größere Aufgabe aber vorm Sommer ist das Mähen. Teilweise steht das Gras über einen Meter hoch auf den Terrassen. Bevor die Brände beginnen, sollte das abgemäht sein. Jetzt, da die Regensaison vorüber ist, wächst es auch nicht mehr bis zum Oktober, wenn es einmal gemäht ist. Das erledige ich also, wenn ich wieder zurück komme.

Der erste Teil meiner kleinen Worte- Wein und Wunder-Tour in Panketal, Leipzig, Chemnitz, Dresden, Schöneiche und Rostock war ein sehr schöner. Das Programm hat seine harten Kanten glatt geschliffen. Letztlich bin nur ich es, der sich daran gestoßen hatte. Aber ich will ja auch immer noch auf die Bühne gehen und die Konzerte praktisch so gestalten, wie ich es mir theoretisch vorgenommen hatte. Perfektion stehe ich skeptisch gegenüber. Bei dem, was ich tue. Sie würde die Spontanität rauben und die Performance einschränken. Aber so, wie die Show im Kopf aussieht, will ich sie auch auf die Bühnen bringen.

Morgen, am 1. Mai, spiele ich in Oederan das letzte Worte, Wein und Wunder – Konzert vor dem Sommer und treffe mich einen Tag später mit der Band. Die Seilschaft gastiert in Halle und Pirna, bevor wir unser Experiment wagen und eine kleine Tour abseits der üblichen Routen wagen. Ich habe uns Konzerte in Tübingen, Pforzheim, Saarburg und Bonn gebucht und bin sehr gespannt darauf.

Ihr werdet davon lesen.

Kommt gut durch die Woche und

ich würde mich freuen, Euch bei einem Termine zu begegnen.


Alles Liebe,

Christian Haase




 
 
 

4 Kommentare


Martina
vor 2 Tagen

Hallo Christian, es ist schön von dir und euren Projekten zu lesen. Noch schöner ist es von dir davon zu hören. Du wirst uns morgen sicherlich in Oederan beim Wein wortreich berichten. Ich freue mich darauf. Die Verlagerung einiger Konzerte gen Westen, später Nordwesten klingt spannend und wird sicher in der Moderation anders werden. Eine spannende Herausforderung. Aber bei soviel Herzblut, mit dem die Band dabei ist, kann es eigentlich nur gelingen. Und vielleicht gibt es über die Jahre da auch viele Gundermann/Seilschaft_Fans, die schon lange darauf gewartet haben. Wir lassen uns mit euch überraschen.

Wir sehen uns. Alles Gute!

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Haase
vor einem Tag
Antwort an

Liebe Martina, vielen Dank fürs Mitdenken- und Fühlen. Ich bin mir sicher, dass wir mit der Unterstützung, die unserem Projekt zuteil wird, immer weiter gut vorankommen werden. Zwar sind es noch etlich Bäume, die es zu fällen und eretzen gilt und auch einige Wackelkandidaten, die mehr tot als lebendig sind, gibt es, aber dennoch: Der Unterschied ist schon gewaltig.

Meine Moderationen werde ich natürlich nicht anpassen - vielleicht ein paar Worte mehr zur Historie der Band. Die Texte sind wie sie sind und ich bin sicher, sie sind allgemeingültig und auch mit anderer Sozialisation nachzuvollziehen. Ich freue mich drauf.

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Andrea und Andreas
vor 2 Tagen

Lieber Christian. Erstmal herzlich willkommen zurück. Das Wetter ist hier ja nicht ganz so schlecht, auch wenn es Nachts echt kalt ist. Da zelten nur nur die Harten, ich bin ja mal gespannt wie es am Vatertags-Wochenende beim Paradiesvogelfest im Thüringer Wald aussieht. Vielleicht könnt ihr da auch mal spielen. Keimzeit war letztens auch dort. Ist ein ganz wunderbares kleines Sänger-Treffen der deutschen Liedermacher-Szene. Wir wünschen euch ganz viel Spaß beim Erobern der Ohren und Herzen unserer westlichen Mit-Menschen. Vielleicht sehen wir uns noch einmal in diesem Jahr. 3 Kreuze sind bereits im Kalender eingetragen. Alles Gute und immer mit dem Gesicht zum Volke und nicht mit den Füßen in 'ner Wolke...

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Haase
vor einem Tag
Antwort an

Danke für Eure Nachricht. Dann drücken wir uns die Daumen, dass die drei Kreuze noch zu abgehakten Ereignissen werden können. Auf jeden Fall könnt Ihr Euch schon den 6. Mai 2027 als Neukreuz fürs nächste Jahr versehen. Alles Liebe

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