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Das letzte Konzert 2022 ist gespielt

Schon wieder ist Dezember und mit dem Weihnachtsfest nähert sich auch das Ende des Jahres. Ein Jahr mit sich jagenden Katastrophenmeldungen im nahen und fernen Außen. Ein Jahr mit gestiegenen Preisen, gestiegenen Zweifeln, gewachsenen Sorgen und mit zunehmender Verblödung einer zutiefst gespaltenen Gesellschaft.

Christian Haase Musiker Optimismus 23 Tour Flyer

Den Imperativ "Teile und Herrsche" hatte ich all die Jahre falsch verstanden: Naiv ging ich davon aus, dass unser Sozialstaat, also das (Ver)Teilen von Geldern und Sachgütern, dafür sorge, dass das Volk ruhig bliebe und man in den oberen Etagen besser regieren könne.

(Natürlich dachte ich das nicht.) Erstaunlich aber doch, wie schnell sich Hass und Missgunst durch die Gemüter nagen und wie exponentiell die Dummheit mit der Lüge und Unwissenheit wächst.

Und wie beängstigend es ist, beobachten zu müssen, dass Wahrheit, Beständigkeit und Fundiertes sich in der breiten Masse kaum Gehör verschaffen können.

Ich weiß nicht, wann das alles begann, so zu metastasieren. Spätestens aber 2015 mit der so auf breiter Front verhassten Willkommens-Kultur begannen die Dinge aus dem Ruder zu laufen. Zweieinhalb Jahre Pandemie, jetzt Putins Krieg.

Dabei sitzen wir noch immer im gleichen Boot und drohen zu kentern, weil die einen im Sturm gegen die Wellen, die anderen mit den Wellen segeln wollen. Dabei gilt bei schwerer See, die Wellen eher schräg anzusteuern als rechtwinklig. Ein Kompromiss also. Aber wir sind eben eine Gesellschaft. Keine Gemeinschaft. Frodo hätte es nie geschafft, seinen Ring bis nach Mordor zu tragen, wenn es bei Tolkien "Die Gesellschaft des Rings" geheißen hätte.


Umso glücklicher macht es mich, mit Euch eine Community zu haben, eine Gemeinschaft zu sein, in der wir kontrovers diskutieren können, Menschlichkeit auf unsere Fahnen geschrieben haben, Ungerechtigkeiten anprangern, Hass sowie Gewalt ablehnen und versuchen, immer ein Licht ins Dunkel zu bringen. In erloschene Seelen, ermüdete Gehirne und einfach nur in dunkle Straßen, die manch einer von uns (alleine) gehen muss.

Dafür stehe ich seit mehr als 25 Jahren Bühnenjahren ein. (Schade, dass die Pandemie das Jubiläum vermasselt hat). In einem Lied von mir heißt es:

"Und natürlich sing ich für den Dummen und den, den sonst keiner mag.

Doch erst Recht singe ich für den Stummen, der so leis ist und lauter sein mag."

Ich will und werde das auch weiterhin tun. Lieder schreiben, die Euch berühren können. Die aufrütteln, wenn sie es müssen. Die trösten, wenn sie es sollen.


Die breite Masse ist mir Wurscht. Ich bin gern diese "Insel voller Witz, Wärme und Wahrhaftigkeit" auf der Orangen und Oliven wachsen, die meine Konzerte und meine Lieder für Euch sind. Diese Insel darf gern größer und meinetwegen auch riesig werden, aber man erreicht sie nur, wenn man gegen den Strom schwimmt.



Alles Liebe,

euer Christian Haase


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